Filialkirche St. Johann in Spitalein

Filialkirche St. JohannDie Kirche in Spitalein liegt auf einem erhöhten Plateau am Eingang des nordwärts abzweigenden Griffnertales.

Der heutige Bau der Filialkirche St. Johann d.T in Spitalein ist ein mittelgroßer spätgotischer Bau aus der Zeit um 1500 mit romanischem Langhaus und spätgotischem Chor.

Das Gurker Domkapitel hatte an diesem Orte schon 1169 Besitz und so dürfte in romanischer Zeit eine Kapelle gestanden haben. 1245 wird bereits ein Hospiz erwähnt an der "alten Straße". Die in jüngster Zeit, April 1995, freigelegten Grundmauern lassen einen Grundriss mit geradem Chorschluss - vermutlich aus dem 12.Jahrhundert - am Ansatz des polygonalen Chorschlusses erkennen.

An der Außenseite ist zu sehen, dass die Kirche beiderseitig an der Nord- und Südseite von
Hospiz- bzw. Klosterbauten umgeben war.

Wand- und Deckenmalereien stammen aus dem 15.Jahrhundert. Die Aposteldarstellungen
mit Inschriften aus dem Glaubensbekenntnis aus dem 17.Jahrhundert.

Gottesdienste waren am Bittdienstag und am Sonntag nach Fronleichnam. Seit 1941 fanden
keine Gottesdienste mehr statt. Die Kirche wurde dem Verfall überlassen. 1952 erfolgte zur Rettung der Kirche die Neueindeckung des Daches mit Eternit. 1966 wurden die Glasfenster erneuert und 1995/1996 erfolgte die Renovierung der Kirche. So kann nach 55 Jahren der Sakralbau wieder für liturgische Feiern genützt werden.

Durch die Wiederherstellung der Kirche in Spitalein ist das „Dreieck" der Johanneskirchen vollständig: die Johanneskirche in Flattnitz- das „Hansakirchlein" in Altenmarkt und die Johanneskirche in Spitalein.

Der hl. Johannes d.T. ist Diözesanpatron der Diözese Gurk. Er gilt auch als Patron der Hirten und besonders verehrt wurde das Haupt des Heiligen. Im Volksglauben hatte die feierliche Gestaltung der Festtage des Heiligen besonderen Einfluss auf Gesundheit und Krankheit von Mensch und Vieh und für den Erntetag.