Aus der Chronik

1837
13. Juli: Das Pfarrdorf wurde durch einen Wolkenbruch überschwemmt. In den Turm der Pfarrkirche schlug ein Blitz ein und tötete zwei Gemeindebürger.

1851
Die Einwohnerzahl beträgt in diesem Jahr 1317 (Geburten: 59, Todesfälle: 42, Trauungen: 1) Von der Gemeinde wurde eine neue Fahne angeschafft. Die Friedhofsmauer und die Orgel wurden repariert.

1852
Keine besonderen Vorkommnisse.

1853
19. Juli: Hagelwetter vernichtet die gesamte Ernte der Gemeinde.
18. Februar: Mordanschlag auf Kaiser Franz Josef 1. auf der Bastei oberhalb des Kärntnertores durch den 21jährigen Ungarn Janos Libenyi.

1854
28. März: Die Stempelmarke wird statt des bisherigen Stempelpapiers eingeführt.

1855
In diesem Jahr wurden in der Kirche die drei Altäre und die Kanzel renoviert. Die Kosten
dafür wurden durch freiwillige Beiträge der Gemeindebürger aufgebracht.

1856
Durch freiwillige Beiträge konnte eine neue Orgel mit 8 Register im Wert von 6000 fl. angeschafft werden. Sie wurde vom Orgelmacher Barthl Hörbiger aus Tirol und seinen Helfern Georg Mauer und Anton Gruber erbaut. In diesem Jahr wurden auch die Stationstafeln in der Kirche neu errichtet.

1857
In diesem Jahr wurde das alte hölzerne Schulhaus abgetragen und auf den Grundstück der sogenannten Messnerkeusche neu erbaut. Das Grundstück kostete 200 fl. und der Bau ohne „Bedachungsmaterial“ 1000 fl. Dieser Betrag wurde von den Pfarrinsassen nach Steuergeldern berechnet und bezahlt.

1858
Keine besonderen Vorkommnisse.

1859
Keine besonderen Vorkommnisse.

1860
Keine besonderen Vorkommnisse.

1861
Abhaltung einer Hl. Mission. Beginn am Sonntag den 3. Juni, Schluss der Mission am i2. Juni nachmittags. Es wurde dreimal am Tag gepredigt, 7 Uhr früh, 2 Uhr nachmittags und 6 Uhr Abends. Die Pfarrgemeinde hatte während der Mission Feiertage. Der Zudrang war enorm groß.

1862
Keine besonderen Vorkommnisse.

1863
„Am 30. August starb Hochw. Johann Umfahrer an Herzwassersucht, im Begriff den nachmittagigen Gottesdienst abzuhalten fühlte er sich dazu zu schwach, kehrte in den Pfarrhof zurück konnte aber den selben nicht mehr erreichen sondern vor den vorderen Tor sank er zusammen und starb alldort an Herzwassersucht“.

1864
Keine Unterlagen

1865
Ein schweren Hagelwetter vernichtete in den Ortschalten Rauscheggen, Hintereggen, Albern, Greu, Sand, Tanzenberg, und Pessaneggen die Ernte.

1867
Keine Unterlagen

1868
Am 2. Dezember starb Hochw. Jakob Pappler im Alter von 44 Jahren an Herzwassersucht. Erst im Mai 1869 wurde ein neuer Pfarrer, Georg Groß, in Griffen installiert.

1869
Keine Unterlagen

1870
Keine Unterlagen

1871
Am 24. Mai wurde in unserer Gemeinde die Firmung gespendet. 100 Firmlinge kamen aus der eigenen Gemeinde und beinahe ebenso viele aus den Nachtbargemeinden Sirnitz, Glödnitz, Altenmarkt, Steuerberg und St. Lorenzen.

1872
Keine Unterlagen

1873
Keine Unterlagen

1874
Keine Unterlagen

1875
Keine Unterlagen

1876
Keine Unterlagen

1878
Keine Unterlagen

1880
Keine Unterlagen

1881
Der Pfarrhof wurde neu eingedeckt. Mehrere Reparaturen wurden am Pfarrhof und am dazugehörigen Stallgebäude durchgeführt.

1882
Keine Unterlagen

1883
Keine Unterlagen

1884
Am 5. Januar wurde die übergroße Glocke wieder in Turm aufgehängt und zu Ehren des hl. Florian geweiht. Die Kosten wurden vom Pfarrer in der Gemeinde gesammelt.

1885
Am 26. Juli starb Hochw. Josef Valjavec im Alter vom 49 Jahren an Magenkrampf.

1886
Kein Unterlagen

1887
Einwohner 1346, Geburten 51 (44 uneheliche und 7 eheliche), Todesfälle 39, Trauungen 3.

1888
Am 19. Januar um ½ 1 Uhr Nachts brannte der Dachstuhl des Schulhauses vollständig nieder. So musst der Oberlehrer Huber mit seiner Familie vorrübergehend im Pfarrhof wohnen.
Der Winter war überaus streng , mit großen Schneemassen. Am 24. Juni kam es zu einen schweren Hagelwetter im Ort Griffen und in Pesseneggen. Einen Tag später entluden sich 13 schwere Gewitter über Faulwinkel, Albern, Tanzenberg, Hintereggen, Rauscheggen und Mittereggen. Es wurde großer Schaden an der Ernte, den Bauwerken und den Straßen angerichtet. Die Wege waren unbefahrbar. Von der Tichlerkeusche wurde ein Stück vom Wasser weggerissen.

1889
Dieses Jahr begann mit extrem niedrigen Temperaturen. Am 24. Januar wurde die 59. Jahre alte Bettlerin Elisabeth Dörfler stark unterkühlt am Weg nach Albern gefunden. Sie wurde sofort in das Bauernhaus beim unteren Albern gebracht, wo sie nach einer halben Stunde an den Folgen ihrer Unterkühlung starb.
Die Nachricht vom Selbstmord und Mord des Kronprinzen und seiner Geliebten, Baronesse Mary Vestera, erschüttert die Pfarrgemeinde. „Am 30. Januar um ½ 8 Uhr morgens hat sich auf seinem Jagdschloße Sr. k. k. Hoheit der durchlauchtigste Kronprinz Erzherzog Rudolph in einem Anfall momentaner geistiger Störung durch einen Revolverschuß in die rechte Schläfe entleibt. Hochderselben erreichte ein Alter von 30 Jahren, 5 Monate und 9 Tage. Erschütternd wirkte die Trauerbotschaft auf die Bevölkerung. Selbst Männer vergossen Tränen“.
Am 31. März und am 2. Juni verwüsteten wolkenbruchartige Gewitter Wiesen und Wege der Ortschaften Albern, Grau, Faulwinkel, Lamm und Bach.

1890
12. Juni: Der Obermühlbacher Albert Alber verunglückt beim Viehtrieb auf dem Lattersteig tödlich. Er wurde am 19. beerdigt, und am 30. des selben Monats gerichtlich exhumiert. Es konnte jedoch kein Fremdverschulden festgestellt werden. 19. Juli: Heinrich Löcker aus Wachsenberg verunglückt bei Brückenbauarbeiten in der Engen Gurk und ertrank. Auch er wurde exhumiert.

1891
Im Juni wurde die Filiale in Spitalein durch Spenden aus der Gemeinde renoviert.
14. Dezember: Der Zimmermeister Michael Mattersdorfer verunglückt am Tanzenberg tödlich.

1892
Am 15. Mai wurde in der Gemeinde von Fürstbischof Josef Kahn das hl. Sakrament der Firmung gespendet. Gefirmt wurden 210 Jugendlich, 114 davon aus Deutsch-Griffen.
Die Kirche wurde neu eingedeckt und geweißigt.

1893
Keine Unterlage

1894
Keine Unterlagen

1895
Die Arbeit von Kindern unter 14 Jahren und die Nachtarbeit für Frauen und Jugendlichen wird landesweit verboten. Der elf Stunden Tag und die Sonntagsruhe werden eingeführt.

1896
Im März und April erkrankten so viele Kinder an Masern mit Krupp, dass die Schule über einige Wochen geschlossen werden musste. Allein in diesen zwei Monaten verstarben 8 Kinder an der Epidemie. Es erkrankten auch einige Erwachsene. Am 1. April waren 4 Begräbnisse.
In Peßeneggen verbrannt Maria Stamper in ihrer Keusch, weil sie vergaß das Licht auszulöschen.
9. Juni: Pfarrer Obereder organisiert eine Wallfahrt auf den Luschariberg.
Die 1. Olympischen Spiele werden in Athen eröffnet(5.-14. April)

1897
An der Kirche wurden einige Reparaturen zur Verschönerung durchgeführt.

1898
10. September: Kaiserin Elisabeth von Österreich wird in Genf vom italienischen Anarchisten Luigi Luchenini ermordet. 15. November: Der ledige Knecht Blasius Gantschacher stürzte bei der Jagt ab, es löste sich ein Schuss und er starb. Er war beim volgo Bauer in Albern bedienstet. 7. Dezember: Das Vesperläuten an jeden Vorabend eines Sonn- oder Feiertages wurde eingeführt.
Am 21. Dezember wurde auch in Deutsch-Griffen das 50. jährige Regierungsjubiläum des Kaisers mit einem Festgottesdienst gefeiert. Das Fest wurde schon am Vorabend durch ein Glockengeläut eingeleitet.

1899
11. November: Bein vulgo Sturm in Albern brach ein Brand aus, der die ganze Hube, 2 Stadel und 1 Getreidekasten, vernichtete. Bis auf ein Stück Vieh konnten die Tiere gerettet werden. Die Brandursache konnte nicht festgestellt werden.
In diesem Jahr gab es außergewöhnlich viele Eheschließungen (13).

1900
In diesem Jahr trugen sich mehrere „merkwürdige“ Todesfälle zu.
11. April: Der Knecht Paul Kelz , der zur Mission nach Deutsch Griffen kam, starb nach kurzer Krankheit.
14. April: Die verwitwete Inwohnerin Apollonia Wiascherl starb an Herzschlag, nachdem sie zuvor bei der hl. Mission war.
21. April: Der ledige Taglöhner Georg Prisinello starb an Herzlähmung, nachdem er zuvor einen Schluck Schnaps getrunken hatte.
19. Mai: Das ledige Kind Theresia Kofler starb in der Nacht beim volgo Pirker in Bach. Es wurde von der Mutter im Schlaf erdrückt.
27. Mai: Der 2 Jahre alte Lorenz Kronlechner ertrank in Rauscheggen in einer mit nur wenig Wasser gefüllten Pfütze.
10. September: Der Besitzer der Holzererkeusche in Messaneggen starb im Tanzsaal beim volgo Unterwirt. Er wollte Schnaps holen und brach plötzlich zusammen.
5. November: Der 17 Jahre alte Maurerlehrling Mathias Wegscheider wurde vom Holzagenten Alois Capellari erschossen. „es war Sonntag Nacht. Der Bursche war betrunken, es kam zu Sticheleien und dann zu Schüsse. Trotzdem es stockfinster war, so war der Bursche sofort tot. Zahlreiche Schrotkugeln waren ihm in Kopf und Hals gedrungen. Capellari wurde deswegen zu 3 Monaten verurteilt.
Vom 29. März bis 6. April wurde von Missionaren des Dominikanerordens in der Pfarrkirche St Jakob zu Deutsch Griffen eine hl. Volksmission abgehalten.
29. April: Das neu renovierte Hauskreuz beim Gantschacher in Gantschach wurde eingeweiht.
6. Mai: Um 2 Uhr Nachmittag fand die erste Rosenkranzprozession statt.
24. Mai: Das Kreuz beim Kerschbaumer wurde nach einer Renovierung eingeweiht.
27. Mai: Das Wegkreuz beim Zechner am Bischofsberg wurde eingeweiht.
18. Juni: Jubiläumsprozession gemeinsam mit den Sirnitzern auf den heiligen Berg.
18. August: Festgottesdienst für die Schuljugend anlässlich des 70. Geburtstages des Kaisers. Am Sonntag darauf fand ein Festgottesdienst für die Pfarrgemeinde unter Böllerknall statt.
Im Sommer zersprang eine Glocke der Pfarrkirche. Josef Schusser, vulgo. Nager in Mitteregg, erklärte sich bereit die gesamten Kosten, 500 Gulden, zu übernehmen. 4 Glocken aus der Pfarrkirche und eine aus Spitalein wurden am 25. September nach Feldkirchen und dann weiter nach Laibach zur Restaurierung gebracht.
Im Sommer große Hagel und Sturmschäden. Durch viele starke Gewitter wurden große Schäden an den Ernten angerichtet. Nur die Obsternte war zufriedenstellend. Es konnte sogar etwas Most gepresst werden.
28. November: Unter großem Andrang der Bevölkerung der Pfarre Deutsch Griffen und seiner Nachbarspfarren wurden die drei neuen Glocken geweiht. Die Glocken wurden Jakob. Maria und Michael genannt. Die Kosten (2500 Kronen) wurden zur Gänze von den Gemeindebürgern durch Spenden aufgebracht.

1901
Für die Kirche wurden folgende Paramente angeschafft: ein weißes Pluviale für hohe Festtage samt Stola, ein Bahrtuch (Silber- Stickerei), eine schwarze Samt Casel, eine violette Casel und eine rote Casel für hohe Festtage. Für den Mareinaltar wurde von Theresia Schusser vom Nager sechs vergoldete Leuchter gespendet. Thomas Murnleitner, vulgo Scherzerhube starb am 14. Oktober und vermachte der Kirche 400 K für Reparaturarbeiten.

1902
Trotz vielen Reparaturen und Erneuerungen an und in der Kirche sieht Pfarrer Lampersberger die Kirch als „recht trostlos und ärmlich“. Besonders die Kirchenstühle, der Fußboden und die Wände müssten erneuert werden.
23. Mai: Der Oberlehrer Jos. Huber starb nach langer Krankheit. Er war 21 Jahre lang Lehrer an der schule in Deutsch Griffen. Als Nachfolger wurde Carl Strobl als Oberlehrer und Schulleiter eingesetzt.

1903
Im Schuljahr 1902/1903 wurde die protestantische Lehrerin Anna Brenner an die hiesige Schule beordert. Da Deutsch Griffen rein Katholisch war kam es zu großen Auseinandersetzungen mit der Pfarre, die in einer Klage beim Bezirksgericht Gurk gipfelte. Die Äußerung „Dieser Frohnleichnahmszug komme mir vor wie ein Faschingszug“ war der Grund der Anzeige. Frau Brenner wurde freigesprochen, worauf Pfarrer Lampersberger in seine Chronik schrieb: „Um von einen Verbrechen losgesprochen zu werden (gerichtlicherseits), braucht man bloß eine moderne Volksveredlerin zu sein. Was bei Hottentotten und Zulukaffern in das Gebiet des Unmöglichen gehört, findet man beim grünen Tisch in der Ger. Stube fast überall in Kärnten an der Tagesordnung“.
2. November: Wieder traf der protestantische und der katholische Glaube aneinander. Der geprüften Hebamme Maria Rainer wurde die kirchlich Trauung mit ihren protestantischen Lebensgefährten und Vater ihrer Kinder Jos. Huber vom Ortspfarrer, wegen Uneinsichtigkeit, verwehrt. Darauf trat die Braut zum protestantischen Glauben über. Sie wurden in Waiern bei Feldkirchen getraut. Dies ging als „Apostasienfall“ in den Akten ein.
In diesem Jahr wurde die Spar- und Darlehensbank eröffnet.

1904
Keine Unterlagen

1905
Keine Unterlagen

1906
Keine Unterlagen

1907
3.-11. März: Abhaltung einer hl. Volksmission durch zwei Priester aus dem Novitiatshaus in St Andre.
7. Juli: Kirchliche Feier zur Einführung der Herzjesu Bruderschaft mit großer Beteiligung der Bevölkerung.

1908
20. Oktober: Auf Veranlassung des Pfarrers Mauer wurde eine „Bau- und Concurrenzverhandlung“ vorgenommen. Es ging um die Wiederherstellung der baufälligen Kirchstiege. Bürgermeister Gregor Huber sah keine Veranlassung, die Kosten zu übernehmen. In erster Instanz bekam er Recht. Die Kirchenvorstehung ergriff dagegen Recours und bekam diesmal recht. Die Gemeinde ging mit dem Akt an das k.k. Ministerium für Kultus und Unterricht und wurde entgültig zur Wiederherstellung der Kirchstiege verurteilt.

1909
Keine Unterlagen

1910
30. Oktober: Wassergemeinschaft wird gegründet. Der Pfarrhofbrunnen wird als öffendlich erklärt. (Auszug vorhanden)
Im Juni wird der Unterwirt neu gebaut.

1911
Das Gurktal weist, in ganz Kärnten, den größten Anteil an unehelichen Geburten auf. In Deutsch Griffen wird dies durch die Statistik bestätigt.

Jahr Einwohner Eheliche Geburten Uneheliche Geburten Trauungen Todesfälle
1887 1346 7 44 3 39
1889 1345 12 42 5 39
1890 1359 12 42 7 32
1891 1347 12 42 7 42
1892 1451 12 42 1 27
1893 1450 12 42 7 47
1912 12 30 6 19
1913 13 33 2 20
1914 17 17 3 27
1916 8 15 4 10

Im Sommer wird die neue Eisenbetonbrücke über den Griffnerbach gebaut.

1912
6. Oktober: Der restaurierte Frauenaltar wird feierlich eingeweiht.
Im September wird die öffentliche Brückenwaage eingeweiht.

1913
Der Grantnerstadel brannte vollständig ab.
Der restaurierte Hochaltar wird eingeweiht.

1914
28. Juni: Der Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand, und seine Gemahlin werden in Sarajevo durch Revolverschüsse des bosnischen Studenten Gavrilo Princip, ermordet.

1915
Die Organisation der k. und k. freiwilligen Schützen wird gegründet. Aus der Gemeinde melden sich 36 Mann zur Ausbildung. Bgm. Gregor Huber, Joh. Prodinger aus Rauscheggen und Joh. Prodinger aus Sand kommen zum Grenzschutz nach Italien.

1916
10. Februar: Kollaudierung der Kirchen- und Pfründergebäude. Folgende ‚Arbeiten wurden besichtigt: Ausbesserung des Kirchendachs einschließlich Anbringung von Schneelatten, Kirchenstiege, Apsidenfenster, Friedhofsmauer an der Westseite und Pfarrhof.
19. Dezember: Zwei Glocken, die Größte(733 kg) und die Vorletzte(224 kg) aus der Pfarrkirche Deutsch Griffen, sowie eine Glocke(96kg) aus der Filialkirche St. Johann in Spitalein mussten abgenommen werden. Die Glocken wurden im Jahr 1900 von den Gemeindebürgern angeschafft. Sehr ungern sah das Volk diese Glocken scheiden. Sie wurden nach Kleinglödnitz gebracht und von dort mit der Bahn nach Graz. Der Erlös der abgelieferten Glocken wurde bei der Kärntner Sparkasse auf ein Sparkassenbuch(4236 Kr) angelegt. Dies ging wegen der Kriegsanleihe an das Ordinat Klagenfurt.
Folgende Gemeindebürger wurden mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet:
Johann Rieser, geb. 1892
Franz Pauer, geb. 1889
Raimund Walcher, geb. 1883
Andreas Dörfer, geb. 1890
Josef Prodinger, geb. 1885
Felix Ruppitsch, geb. 1892
Georg Pöllinger , geb. 1891
Die Namen wurden in der Pfarrkirche öffentlich verlesen.

1918
4. Juli: Die Schulglocke wird abgenommen.
7. November: Auch die noch verbliebene Glocke in Spitalein wird abgenommen.

1918
3. Januar: Die Orgelpfeifen werden abgenommen. Die Orgel wurde 1856 durch freiwillige Spenden der Pfarrgemeinde angeschafft.
In Deutsch Griffen wird eine 40 Mann starke Volksabwehr gebildet.
Ende Oktober brach eine Grippeepidemie aus. Bis Ende Dezember starben 73 Personen darunter 18 kriegsgefangene Russen an der Grippe. Franz Prodinger, auf dessen Besitz 5 Personen starben spendete für den Beichtstuhl 1000 Kronen.
1. November: Die alte Habsburger Monarchie bricht auseinander.
Pfarrer Mayer, der 18 Jahre in Deutsch Griffen tätig war, wurde suspendiert und ging in Pension. Ihm folgte Pfarrer Fellner.
5. Dezember: Die Kärntner Landesversammlung beschließt den bewaffneten Wiederstand gegen eingedrungene südslawische Truppen. Die Slawen erhoben Ansprüche auf Südkärnten, einschließlich Klagenfurt und Villach, bis zum Zollfeld.

1919
4. April: Brand beim vulgo. Hölzler in Pesseneggen. Nur ein Wirtschaftsgebäude konnte gerettet werden. Durch starken Nebel bemerkten die Bauersleute auf den Feld den Brand zu spät. Das Gebäude war nicht versichert.
Folgende Soldaten sind im Weltkrieg 1914 –1918 gefallen
Huber Peter Winkler Peter
Reiner Hubert Piff Lupold
Freier Gottfried Alberer Johann
Freier Raimund Mattersdorfer Elias
Prodinger Vitalis Kronlechner Andreas
Schusser Coelestin Eichbaumer Veit
Prodinger David Oberortner Georg
Lambacher Georg Tuppinger +++
Lambacher Josef Sandwiesser Jakob
Lambacher Vincenz Rauter Konrad
Berger Urban Rieser Richard
Berger Valentin Wiggitsch Thomas
Reiner Gregor Salzer Vitalis
Reiner Jakob Walcher Paul
Köstenberger Thomas Brandstätter Franz
Walcher Josef Olschnegger Franz
Walcher Ferdinand Olchnegger Gottfried
Hochsteiner Elias Paul Gabriel
Hochsteiner Gottfried Merl Jakob
Huber Ferdinand Moser Julius
Wintschnig Thomas Puff Ernst
Wintschnig Andreas Puff Julius
+++ Johann Huber Johann
Bierbaumer Jakob Kofler Simon
Gantschacher Johann Kofler Rudolf
Gantschacher Engelbert Lassnig Franz
Gantschacher Felix Kogler Hugo
Prodinger Mathias Gruber Jakob
Prodinger Mathias Köstenberger Johann ?

Bericht über den Krieg vom Pfarramt:
1. Eingerückt im Ganzen 253 Mann
2. Gefallen 61 Mann
3. Infolge des Krieges gestorben 6 Mann
4. Gefangen im Ganzen 3 + 47 50 Mann
5. Noch gefangen 3 Mann
6. Vermisst 7 Mann
7. Verhalten der Heimkehrer im allgemeinen kalt,
gleichgültig sogar religionslos

Heimkehrerfeier: „Am 9. Februar war Heimkehrerfeier. Da beim Zusammenbruch der Front jeder einzeln einer nach dem andern nach Hause schlich, so gingen 138 Heimkehrer zum Torbauer hinaus um von dort unter Musik und Pöllersalvern in’s Dörfl heimwärts zu ziehen. Auf dem Platz hielt der Bürgermeister Huber eine Begrüßungsrede. Dann ging’s hinauf zum Kirchlein wo sie vom Pfarrprovisor empfangen wurden. Zuerst wurde vor der Gedenkpyramide beim Missionskreuz, wo die Namen der Gefallenen angebracht waren, ein Lied: „Ich hat einen Kameraden“ gesungen. Hierauf war Einzug in die Kirche, Ansprache an die Helden, Te Deum und Segen. Nachher gings zum Kranzeler beim Oberwirt. Die Festrede hielt Herr Lehrer +++. Am Montag früh waren Totenfeiern mit Vigil und Libera und Anbetungsstunden für die Seelenruhe der Gefallenen. Alle kamen – aber vom Tanzboden, und nacher gings nochmals los bis 2 h nachmittags – Reinertrag 1486 Kr welche den Invaliden zu Gute kam.“
16. November: Wahl zur Nationalversammlung: 75 christlichsozial
146 sozialdemokratisch
242 Bauernbündler
Im Oktober bekam der Pfarrhof elektrische Beleuchtung und im November fließendes Wasser. Die Turmuhr wurde repariert.
Preise im Jahr 1919:
1 kg Weismehl 4 Kr – 5,80 Kr
1 kg Butter 40 – 60 – 100 - 120 – Wien 160 Kr
1 kg Olivenöl 42 Kr
1 kg Schweinefett 80 Kr
1 kg Schöpsenfleisch 22 Kr
1 kg Rindfleisch 16 Kr
1 kg Schweinefleisch 40 Kr
1 kg Schokolade 80 Kr
1 kg Kümmel 80 Kr
1 kg Reis 8 Kr
1 kg Marmelade 10 – 15 Kr
1 kg Kartoffel 2 Kr
1 Li Milch 1 Kr Klagenfurt 2 Kr
1 Li Benzin 12 Kr
1 Hahn 30 Kr
1 Ei 1 – 2 Kr
1 Kuh 5 – 6 000 Kr
1 Pferd 20 – 30 000 Kr
1 Anzug 1 – 2 000 Kr
1 Paar Schuhe 150 – 300 Kr
1 Hemd 90 – 100 Kr
1 Taschentuch 5 – 7 Kr
1 Hut 80 – 120 Kr
1 Uhr 100 – 300 Kr
Eine Mahlzeit im Hotel 18 – 26 Kr
Kurz alles das 10 – 20 Fache der glücklichen Friedenszeit. Die Valuta sank bis auf 4 Centimes per Krone.
9.-17. Mai: Die Waffenstillstandsverhandlungen mit den Südslawen bleiben ergebnislos.
6. Juni: Südslawische Truppen besetzen Klagenfurt. Die Kärntner Landesregierung wird nach Spital an der Drau verlegt.
1. November: Allerheiligen versank im Schnee, kalt und gefroren. Während der Gräbersegnung herrschte dichter Schneefall.

1920
In diesem Jahr kam es zu vielen Diebstählen. Beim Dorner wurde ein Schaf, beim Kolleregger ein Zuchteber, in Albern 2 Schafe und auf der Alpe 4 Stück Vieh gestohlen.
Das Kircheneingangsdach wurde repariert
Die Volkszählung ergab 1082 Einwohner.
Laut Beschluss der Landesregierung wurde der Grund um die Kirche und den Pfarrhof, der bis dato zur Gemeinde Sirnitz behörte, der Gemeinde Deutsch Griffen einverleibt.
10. Oktober: Volksabstimmung in Kärnten. Zone A mit überwiegend slowenischer Bevölkerung entschieden mit 22 025 gegen 15 279 Stimmen für den Verbleib bei Österreich, daher wird in der überwiegend Deutschsprachiger Zone B nicht abstimmen.

1921
20 – 26. Februar: Abhaltung einer Hl. Mission.
26. Mai: Beim Frohnleichnamsfest kam es zu Unstimmigkeiten. Es fanden sich nicht genug Fahnenträger für die Prozession. Auf Anraten des Herrn Wuggenig verließen einige die Prozession und kamen erst nach der Seelenmesse zurück. Am nächsten Tag entlud sich ein schweres Gewitter mit einen gewaltigen Donnerschlag. Ein Blitz schlug in die Kirche ein „die Feuergabe hatte die Kirche getroffen, fuhr 3 m von der linken Turmseite in die Kirche, warf unten Malter über die Bänke, streifte am Boden einen Bankfuß und riss ihn einen Splitter weg, ging bis zur hinteren Säule und kehrte dann über den Ausgang (Prozessionsausgang) zurück und ging an der unteren Türecke wieder in die starke Turmmauer – Überall ein fingerdickes Loch bohrend, ohne sonst irgend einen Schaden zu machen.“ Herr Wuggenig verlor fast gleichzeitig seine schönste Kuh beim Kalben.

1922
Es wurde alles noch 10 Mal teurer, 1 Dollar = 8s140 Kronen.
1 kg Mehl 12 000 Kr
1 kg Zucker 20 000 Kr
1 kg Butter 50 000 Kr
1 kg Rindfleisch 20 000 Kr
1 kg Rindfleisch leb. 16 000 Kr
1 kg Schaf leb. 8 000 Kr
Anzug 1.000 000 Kr
Schuhe 2 – 300 000 Kr
Krügerl Bier 3 000 Kr
1 Li Wein 16 – 30 000 Kr
1 Ei 1000 – 1500 Kr
1 Kuh 600 kg 6.000 000 Kr
1 Mostfassl leer (200 l) 200 000 Kr
1 Arbeitstag 50 000 Kr
1 Schreibfeder 100 Kr
1 Semmel 350 Kr
1 Gulasch 8 000 Kr
1 Zimmer (Hotel) 12 – 30 000 Kr
1 Mittagessen 20 000 Kr
1 Zigarilus 350 – 500 Kr
1 Virginies 2 4000 Kr
1 Pfeifentabak 24 000 Kr
1 m Blaudruck 20 000 Kr
1 Goldkrone 15 000 Pap Kr
1. April: Exkaiser Karl 1. stirbt in Funchal auf der Insel Madeira.
29. April: Bürgermeisterwahl: Peter Prodinger wurde vor Wuggenig zum Bürgermeister gewählt.
Wegen der Verweigerung der Mithilfe bei Reparaturarbeiten an der Wasserleitung, verloren die Schule, sowie der Unterwirt, Puschnig und Jakob Alberer und Kollegger das Wasserbezugsrecht.
Im September erhielt Deutsch Griffen das erste Telephon.
Während der letzten Jahre entstand ein „Kleinkrieg“ zwischen der Gemeinde, in besonderen Georg Huber und den Pfarrer Anton Knaus. Pfarrer Knaus wurde 36 Mal bei verschiedenen Stellen angezeigt. Einen Zivil-Prozess verlor der Pfarrer in erster und zweiter Instanz.

1923
1.- 6. April: Pfarrer Herman Josef aus Leoben hielt eine Missionsrenovation ab.
Pfarrer Knaus wurde wieder, wegen zuviel geschlägerten Holz, angezeigt.
Volkszählungsergebnis: 1148 Einwohner (550 w und 598 m)
Tier- und Sachwertzählung:
127 Pferde 560.000.000 Kr
1282 Rinder 3.836.000.000 Kr
139 Ziegen 26.000.000 Kr
525 Schafe 167.000.000 Kr
560 Schweine 560.000.000 Kr
339 Bienenvölker 40.000.000 Kr

Schätzwert 5.189.000.000 Kr

Wald 40.000.000.000 Kr
Gebäude 20.000.000.000 Kr
Einrichtung 6.000.000.000 Kr

71.189.000.000 Kr

Kärnten 21.000.000.000.000 Kr
Österreich 400.000.000.000.000 Kr
400 Billionen = 26 Milliarden Gold
(Zeitungsbericht über Volkszählung im Kärnten im Original eingeklebt)
16.Juni: In Deutsch Griffen wurde ein Mädchenbund – Marienkinder – mit 21 Mitgliedern gegründet. Der Lesezirkel war ihre Haubtaufgabe.
17.June: Feierliche Weihe des Gruben Kreuzes gegen die Flattnitzer Höhe auf Veranlassung des Besitzers Johann Hochsteiner vom Ruppitsch im Graben.
Gesamtzahl der Kriegsverstümmelten:
(Zeitungsbericht im Original)
Deutschland 1.537.000
Österreich 164.000
Vereinigte Staaten 157.000
Frankreich 1.500.000
Großbritanien 117.000
Italien 800.000
Polen 320.000
Rumänien 100.000
Jugoslawien 164.000
Russland 775.000
Tschechoslowakei 236.000
Australien 76.000
Belgien 54.000
Finnland 10.000
Neuseeland 20.000

Gesamt 6.046.000

6. Mai : Zwischen der Heimwehr und den Sozialdemokraten kommt es in Geyerschütz zu einen schweren Zusammenstoß mit Verletzten auf beiden Seiten.
21. Oktober: Wahlen Deutsch Griffen: Einheitsliste (christlichsozial und Bauernbund gemeinsam) 269, Sozialdemokraten 47, Wahlen in Kärnten: Einheitsliste 92191, Sozialdemokraten 59037.

1924
12. Januar: Ein neuer Baldachin gelangt in die Deutsch Griffner Kirche. Er wurde von Herrn Johann Hochsteiner zum Andenken an seinen am 8.8.1923 verstorbenen Sohn bezahlt (6,000.000 Kr).
Gemeindewahl 1924: Christlicher Bauernbund 87 Stimmen
Soci 86 Stimmen
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173
5. Mai: Gottfried Rauter wurde mit 8 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. „Der erste Schwarze in der Gemeindestube überhaupt.“ Die Wahl wurde vom unterlegenen Gregor Huber angefochten (wurde auf allen Ebenen –Verfassungsgerichtshof - abgewiesen).
20. Juli: Das Kriegerdenkmal wurde feierlich eingeweiht. Das Kunstwerk stammt vom jungen Gurker Heinz Gradnitzer.
2.August: Neue Glocken für Deutsch Griffen wurden bestellt (78 Millionen Kr).
Herr Gregor Huber verklagte die Kirche wegen den Wirtschaftsplan der Pfründe Deutsch Griffen.
In Deutsch Griffen war das Verhältnis zum Pfarrer immer etwas kämpferisch. So musste Pfarrer Obereder stante pede die Pfarre verlassen. „ Herr Obereder soll betrunken gemacht worden sein und dann wurde er in einen Stadel geschleppt, eine Hure gleichsam besoffen dazu hineingesperrt; der Stadel wurde verrammelt, so dass beide nicht mehr heraus konnten; Zeugen wurden geholt; sie ließen Herrn Obereder die Messe nicht mehr lesen. Die Klage wurde an`s Ordinariat geschickt und natürlich ob „schuldig oder nicht“; stante pede musste er weichen“.
Herr Pfarrer Trauta wurde quasi zwangsweise als Provisor abgesetzt.
Herr Pfarrer Mayer wurde nach 19 jähriger Tätigkeit in der Gemeinde suspendiert.
17. Oktober: Herr Gregor Huber klagt Pfarrer Knaus wegen Ehrenbeleidigung. Durch Zeugenaussagen des Lehrers Fritz Zangl kam es zu einen Vergleich, wobei Pfarrer Knaus alle Kosten übernehmen musste. Die Gendarmerie hat jedoch gegen Lehrer Zangel und Jakob Brandstätter vulgo Hoos Anzeige wegen falscher Zeugenaussage eingebracht. Der Pfarrer konnte sein Alibi beweisen.
In diesem Jahr streikte der Kirchenchor.
2.Oktober: Max Zussner Besitzer im Graben spendet 5 Millionen für die Orgelpfeifen und einen Kelch. Am 24. Oktober kam der Kelch. Der Name des Spenders, er starb am 19. Oktober, wurde im Kelch eingraviert. Auch die neuen Orgelpfeifen wurden geliefert.
28. Oktober: Die drei neuen Glocken aus Wiener Neustadt werden geliefert. Herr Johann Stark vulgo Marktl in Albern spendete die Glocken (13,300.000 Kr). Er heiratete am Tag der Glockenweihe.
9. November: Feierliche Glockenweihe durch Herrn Dechant Gußger aus Straßburg. (4 Fotos eingeklebt)Leider ging die Weihe nicht ohne Zwischenfall ab. Unter Initiative von Gregor Huber sollte der Pfarrer einen Vertrag „gegen das Verfügungsrecht über die Glocken“ unterschreiben. Das Ordinat lehnte einen solchen Vertrag jedoch ab. Da die Vorbereitungen schon getroffen und die Glocken schon eingetroffen waren, musste das Glockenkomitee nachgeben und verzichtete auf den Vertrag und gab die Eigentums- und Verfügungsrecht voll an die Pfarrkirche Deutsch Griffen. Für das Glockenkomitee: Hubert Ruppnig, Johann Stark, Jakob Brandstätter, Andreas Lassnig und Rupert Krappinger. Für die Gemeindevertretung: Gottfried Rauter und Andreas Krappinger. Für das Pfarramt: Pfarrer Anton Knaus.
Die Streitigkeiten zwischen Gregor Huber und Pfarrer Knaus gingen weiter. „Gregor Huber ließ den Pfarrer am 15.11.24 exekutieren. Am 18.11.24 wegen 105.000 Kr durch H. J. Coepel klagen, weil Her L. Illitsch, den Auftrag des Pfarrers gleich zu zahlen, vergessen hatte. 8 Tage !!! Jetzt fehlt nur noch ein Mordanschlag.“
In der Weihnachtszeit startete der Bauernbund eine Unterschriftenaktion gegen den Ortspfarrer (750). Der Pfarrer vermutet dahinter einen Plan, um Gregor Huber wieder in die Gemeinde zu holen. „Plan – der Pfarrer wird gestürzt, dann treten die 8 Vertreter der Bauernschaft aus der Gemeindestube zurück. Gemeindeneuwahlen muss werden. Wer zur Unterschrift gefangen, muss ja den Bauernbund wählen und Huber ist wieder Alleinherrscher.“
Wegen all dieser Anfeindungen und weil er vom Ordinarat keine Unterstützung erhielt, ging Pfarrer Knaus. Seine letzte Anschaffung für die Pfarre war die Bestellung von zwei schönen Beichtstühlen von Tischlermeister Dominicus Schuster. Herr Veit Prettner vulgo Haider spendete 10 Millionen.
12. Dezember: Schilling wird als neue Währung in Österreich eingerührt, wirksam ab 1. Januar 1925. 1 Schilling zu 100 Groschen, 1 Schilling = 10 000 Papierkronen, 1 Goldkrone = 1,41 Schilling. Ende der Inflation.

1925
12. Dezember: Pfarrer Karl Schätzle vom Meiselding löst Pfarrer Anton Knaus ab.
Während der Weihnachtszeit musste die Schule, wegen Masern, geschlossen werden. Schulunterricht erst wieder am 5. Februar 1926.